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Unsere Grundsätze der Restauration |
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Lösungen suchen - Strategien entwickeln: Wie jeder weiß: Keine Orgel gleicht einer anderen! Sie wurde vor langer Zeit von einem Meister geschaffen und die unterschiedlichsten Orgelbauer haben im Laufe der Zeit Hand angelegt. Dies aber leider allzu oft zu Zeiten, in denen das Alte nicht viel galt. Das Neue war modern - und somit das einzig Richtige. So war eben der Sinn der Zeit. Daher waren die Leute damals oft nicht dafür empfänglich, das Historische zu bewahren und zu erhalten. An vielen Instrumenten wurde umgebaut, verändert, Mensuren geschoben, Pfeifen abgeschnitten und, und, und!! Eben, um dem Instrument den Geschmack der Zeit aufs Auge zu drücken. Nun steht das Instrument vor uns und gebraucht Hilfe. An dieser Stelle greift nun der Sachverstand. Es ist eine Strategie zu entwickeln, um mit ihrer Durchführung die sauberste Lösung und das beste Ergebnis zu erzielen. Denn manchmal führt nicht die rigorose Restauration und Rekonstruktion zum Ziel, sondern bei Betrachtung der gewachsenen Substanz und dem daraus resultierenden Nutzen liturgischen Dienst kann man eine gelungene Symbiose aus historischem Ursprung und Hinzugekommenen finden. Die Effizienz der Orgel halten wir immer wachsam im Auge! Aber: ist klar eine Systematik der historischen Orgel zu erkennen, die es erlaubt, eine gute Restauration im klassischen Sinne vollziehen zu können, muss die Loyalität gegenüber der gewachsenen Substanz weichen. Hier steht der "Wiederherstellungsgedanke", also Bauen wie der alte Meister, klar im Vordergrund. Man sieht, dies kann zu einer Gratwanderung werden. Ein viel zu diskutierendes Thema! Was wird restauriert, was rekonstruiert und was nicht? Eine Rekonstruktion greift dann, wenn Orgelteile nicht mehr vorhanden sind oder aber so stark beschädigt wurde (Beanspruchung, Holzwurmfraß), dass eine Restauration unmöglich ist. Bei Nachbauten kann man natürlich Maße und Bauwiesen übernehmen. Ist eine Neukonstruktion nötig, so wird nach typischen, markanten, sich wiederholenden Bauweisen des Orgelbauers in der Orgel an sich gesucht. Oder aber man schaut sich - wenn man die Möglichkeit hat - in anderen Orgel vom selben Orgelbauer um und übernimmt seine Stile. Nicht restauriert werden - ganz klar - Bauelemente, die eindeutig aufzeigen, dass an dieser Stelle schon vor vielen Jahrzehnten gepfuscht wurde. Als Restaurator muss man dies entdecken und darf dies niemals wieder einbauen, denn sonst wird er nach wenigen Jahren sein blaues Wunder erleben. Hier wird es ewig kneifen, klemmen, quietschen, heulen.
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